“Vier gewinnt” oder Zielverwirrung durch Zielvorgaben
In meiner Studienzeit gab es den Spruch „Vier gewinnt“. Gemeint waren damit die vier Punkte, die man zum Bestehen einer Prüfung benötigte. War eine Prüfung nicht für die Abschlussnote relevant, so galten mehr als vier Punkte als zu viel gelernt. Das Ziel des Studiums war das Erreichen des Diploms mit einer möglichst guten Endnote. Das Erlangen von möglichst großem und umfangreichem Wissen spielte eine mehr als untergeordnete Rolle.
Zielverwirrung durch Zielvorgaben
Ziele zu setzen ist wichtig. Man sollte jedoch immer bedenken, dass mit der Priorisierung auf ein Ziel fast automatisch andere Dinge hinten runter fallen. Dem Wunsch, etwas messbar und vergleichbar zu machen, fällt oft das natürlich Interesse und die Neugierde zum Opfer. Es wird nur noch das gelernt, was zum Erlangen des Ziels – also der Prüfung – notwendig ist.
Auch Seminare werden oft mit Prüfungen verbunden. Schließlich möchte man sich selbst und dem Vorgesetzten ja Schwarz auf Weiß belegen, dass man etwas gelernt hat. Auch hier kommt es zu dem „Vier-gewinnt-Effekt“.
Prüfungen, Zertifikate etc. haben ein Ziel: Das Gelernte messbar zu machen.
Wo bleibt das natürliche Interesse am Aneignen von Wissen? Es ist zur Nebensache geworden, denn die Prüfung steht im Vordergrund. Und oft genug staunt man dann auch, wie schnell das gerade Gelernte wieder vergessen ist.
Das langfristige Erarbeiten von praktischem, handlungsorientiertem Wissen wird durch das kurzfristige Wissen für das Erlangen des Zertifikates verdrängt.
Zertifizierungen, die viele Software-Hersteller von ihren Partnern fordern, haben genau diesen Effekt. Obligatorische Anwenderschulungen ebenfalls. Software-Hersteller können sich damit rühmen, wie viele zertifizierte Partner oder Anwender sie haben. Diese Zahl sagt jedoch gar nichts darüber aus, wie fit die Partner und Anwender tatsächlich sind.
Alternativen sind wissensorientierte Communities
Das es auch anders geht, zeigen viele wissensorientierte Communities im mit-mach-Internet des Web 2.0. Hier steht nicht eine Prüfung im Vordergrund, sondern das Interesse an einem Softwareprodukt und der Austausch mit Gleichgesinnten. Im Bereich der Business Software sind diese Communities jedoch kaum anzutreffen, das höchste der Gefühle sind hier geschlossene Veranstaltungen etwa im Bereich der Partner oder einer User Group. Diese Ansätze kranken in der Regel an der Menge der aktiven Mitglieder. Eine funktionierende Wissenscommunity braucht eine kritische Masse ohne die kein eigenständiges Leben entsteht. Und sie braucht eine Plattform, die sehr einfach zu bedienen und die möglichst frei von Zugangsbarrieren und Reglements ist. Auch hier haben viele Hersteller Schwierigkeiten und veröffentlichen vor lauter Bedenken und Ängsten lieber gleich gar nichts.
Das Pentadoc KnowHouse-Portal
Die Pentadoc KnowHouse bietet Software Herstellern eine solche Plattform. Das KnowHouse-Portal ist sofort einsatzbereit und bietet eine denkbar einfache Bedienung und alle Merkmale einer modernen Web 2.0-Community. Die primäre Zielsetzung bei der Entwicklung des KnowHouse-Portals war die Einfachheit. Und natürlich lässt es sich auch gegen den geschätzten Wettbewerb abschotten.
Darüber hinaus bietet die KnowHouse aber auch ihr Know-how und ihre Ressourcen an, um bestehen Inhalte wie Dokumentationen und Schulungen in eine Community-fähige Form zu bringen. Und natürlich hilft die KnowHouse auch dabei, neue Inhalte wie Screencasts, Tutorials oder Whitepaper zu erstellen. Denn machen wir uns nichts vor: Die Technik, also die Software-Plattform, ist nicht der entscheidende Faktor. Entscheidend ist es, in einer möglichst kurzen Zeit eine große Menge an Inhalten verfügbar zu machen und damit die kritische Menge an begeisterten Anwendern zu aktivieren.

Henning Emmrich
Geschäftsführer
Tel. +49 (0)89 3090‐6660




Kritisch wird bei der ECDL Prüfung von einigen Experten gesehen, dass das abfragbare Kästchen-Wissen bei der ECDL Prüfung nicht ausreichend die notwendigen Fähigkeiten und Kenntnisse der Computer-Nutzung abdecken könnte. Wie solches Kästchen-Wissen in etwa aussieht, kann man sich durch eine simulierte ECDL Prüfung als Quiz verdeutlichen. Die tatsächliche ECDL Prüfung sieht zwar anders aus, ist aber sehr auf abfragbares Einzelwissen ausgerichtet.