Wissensvermittlung 2.0

Die Pentadoc KnowHouse bietet Softwareherstellern ein neuartiges Wissensportal an, das diese wiederum ihren Kunden und Partnern zur Verfügung stellen können. Dieses Portal liegt im Delta zwischen Schulungen, Support und Kunden- bzw. Partnerportal. Es beruht auf vier wesentlichen Erkenntnissen:

  1. Man lernt dann am besten, wenn man ein aktuelles Problem lösen muss.
  2. Die meisten Leute sind es heute gewohnt, ihre Software-Probleme durch googeln zu lösen. Im Bereich Business-Software, insbesondere ECM gibt es aber kaum Inhalte.
  3. Von klassischen Seminaren werden nur ca. 10-20% in praktisches Wissen überführt.
  4. Zertifikate lenken vom eigentlichen Ziel, dem Aufbau von praktischen Wissen, ab. Es wird nur das (kurzfristig) gelernt, was zum Erreichen des Zertifikates benötigt wird.

Das Wissensportal ist eine Plattform, die ECM-Hersteller als OEM – oder wie man heute sagen würde – als SaaS angeboten wird. Eine eigene URL (xxx.knowhouse.de) sowie eine an das jeweilige Corporate Design angepasste Oberfläche integrieren das Portal aus Kundensicht in die Informationsangebote der Hersteller.

Die Pentadoc selbst stellt eine Vielzahl von Informationen zu Querschnittsthemen in unterschiedlichen Formaten zur Verfügung:

  • Projektchecklisten,
  • bebilderte Tutorials,
  • Vorgehensmodelle in Projekten,
  • Praxisinterviews und
  • Seminarmitschnitte

Darüber hinaus unterstützt Sie die Pentadoc KnowHouse bei der Erstellung von hochwertigen Inhalten für Ihre Kunden und Partner. Diese Hilfestellungen reichen von der Video- oder Screencam-Produktion über Trainings bis hin zum kompletten Outsourcen der inhaltlichen Verantwortung für das Wissensportal. Da das Portal mit der Menge und Güte der Inhalte steht und fällt, ist es von großem Vorteil, wenn ein externer Dienstleister die Verantwortung für immer neue, hochwertige Inhalte übernimmt. Viel zu schnell gehen solche Themen im Tagesgeschäft unter.

Vier Erkenntnisse

 1. Google ist Dein Freund

Letztens habe ich in Word nach einer Möglichkeit gesucht Marginalien (Randnotizen) zu erstellen. Selbstverständlich habe ich den Browser geöffnet und nach dem Thema gegoogelt. Zufällig bin ich dabei auch auf die (Online-)Hilfe von Word gestoßen. Mir wurde schlagartig bewusst, dass die Programmhilfen in meiner täglichen Arbeit mit Software keine Rolle mehr spielen.

Auch würde es mir nicht in den Sinn kommen, ein Seminar zu „Word“ zu besuchen. Selbst die sehr guten Lern-DVDs (z.B. Video2Brain), die ich für meine Studenten gekauft habe, wurden nie genutzt. Warum? Weil die meisten in der Praxis – aus der Situation heraus – lernen möchten.

2. 10 %

Letztens hatte ich wieder ein wirklich sehr gutes Management-Training. Die Inhalte wurden sehr praxisnah vermittelt und es gab zu jedem Bereich „Mitmach-Übungen“. Wenn ich zurückblicke und mich frage, wie viel von dem sehr gutem Stoff ich heute umsetze, muss ich eine recht bescheidene Bilanz ziehen: maximal 10 %. Im Arbeitsalltag geht das Gelernte viel zu schnell wieder unter. Auf der anderen Seite hatte ich das Glück einen Chef zu haben, der wie ein Coach für mich war. Aus der Situation heraus bekam ich von ihm immer wieder gute Tipps oder konnte ihn fragen, was er an meiner Stelle tun würde. Diese Informationen konnte ich direkt und auch nachhaltig in Handeln umsetzen.

Das Lernen aus der Situation heraus – das situative Lernen – bietet große Vorteile in Bezug auf die Lerneffizienz. Ein eintägiges Seminar – egal ob Präsenz oder online – ist sehr gut geeignet, um Impulse zu geben. Aber wie viel von dem, was man über den Tag verteilt erzählt bekommt, wird tatsächlich in praktisches Wissen gewandelt? Die Wissenschaft spricht von 10-20 %. Meine Erfahrung zeigt, dass diese Zahlen nicht besonders hoch gegriffen sind. Informationen, die in kleineren Einheiten aus einer aktuellen Problemstellung heraus gewonnen werden, können zu einem hohen Prozentsatz in praktisches Wissen umgewandelt werden. Klassische Seminare lassen sich wirtschaftlich sinnvoll jedoch nur als mindestens eintägige Schulung betreiben.

3. Vier gewinnt

In meiner Studienzeit gab es vor Prüfungen oft den Spruch „vier gewinnt“. Gemeint waren damit die vier Punkte, die man zum Bestehen der Prüfung benötigte. War eine Prüfung nicht für die Abschlussnote relevant, so galten mehr als vier Punkte als zu viel gelernt. Das Ziel des Studiums war das Erreichen des Diploms mit einer möglichst guten Endnote. Das Erlangen vom möglichst großem und umfangreichem Wissen spielte eine mehr als untergeordnete Rolle.

Auch Seminare werden oft mit Prüfungen verbunden. Schließlich möchte man sich selbst und dem Vorgesetzten ja Schwarz auf Weiß belegen, dass man etwas gelernt hat. Hierdurch kommt es zu dem „Vier-gewinnt-Effekt“.

Prüfungen, Zertifikate etc. haben ein Ziel: Das Gelernte messbar zu machen. Bei einem Studium geht es dementsprechend darum, das Diplom, den Bachelor oder den Master zu machen – im Idealfall mit einer sehr guten Note. Wo bleibt das Aneignen von Wissen? Es ist zur Nebensache geworden, denn die Prüfung steht im Vordergrund. Und oft genug staunt man dann auch, wie schnell man das gerade Gelernte wieder vergessen hat.

Bei Zertifizierungen, die viele Software-Hersteller von ihren Partnern fordern, sieht es nicht viel anders aus. Das Erarbeiten von praktischem, handlungsorientiertem Wissen wird von dem Ziel, die Prüfung zu bestehen, verdrängt. Genauso verhält es sich bei obligatorischen Anwenderschulungen. Auch hier hält sich das tatsächliche Interesse am Lernen in Grenzen.

4. Hilfst Du mir helf‘ ich Dir

Wenn ich zurückblicke und mich frage, in welchen Situationen ich am meisten für die Praxis gelernt habe, treten zwei Begebenheiten in den Vordergrund: 1. eine real existierende Problemstellung und 2. das Weitertragen und Diskutieren des Gelernten.

Zu Punkt 1 verweise ich an dieser Stelle nur zu der oben beschriebenen Problemstellung mit den Marginalien. Ich weiß jetzt wie das geht und habe mir zur Sicherheit auch noch eine Notiz dazu gemacht, damit ich die Anleitung auch schnell wieder finde. Dass man viele Dinge erst richtig begreift, wenn man sie einem anderen erklärt, kennt vermutlich jeder aus eigener Erfahrung. In Zeiten des Web 2.0 bekommt diese Art des Lernens jedoch eine ganz neue Qualität. Denn moderne Webseiten und Portale machen es leichter denn je, sich mit ähnlich interessierten Personen auszutauschen.

Und wir alle wissen, dass wir heute nicht mehr alles wissen können. Gerade im Software-Umfeld ist das Wissen auch viel zu kurzlebig. Aber man muss wissen, wen man fragen kann, wenn man eine aktuelle Information benötigt. Und man muss wissen, wo man diese Person findet – im Pentadoc Knowhouse Portal.

Die Studie

1. E-Learning ja – aber zusätzlich!

Gemeinsam mit der Pentadoc Radar hat Pentadoc KnowHouse eine umfangreiche E-Learning-Umfrage durchgeführt. Eine überwältigende Mehrheit von 86 % findet, dass E-Learning eine sehr sinnvolle Ergänzung ist. Entsprechend hoch ist auch die grundsätzliche Akzeptanz. Allerdings befindet nur ein verschwindend kleiner Anteil von 11 %, dass E-Learning ein Ersatz von klassischen Präsenzseminaren sein kann.

2. Praxis und Selbstbestimmung

99 % der Befragten sehen den Praxisbezug als wichtigstes Qualitätsmerkmal von E-Learning-Angeboten an. Den Hauptvorteil von Online-Angeboten für die Wissensvermittlung erkennen die Befragten in der Selbstbestimmung in Bezug auf den Zeitpunkt und die Geschwindigkeit des Lernens.

3. Vielfalt

Bei der Art der Inhalte und Medienformate zeichnet die Studie ein überaus heterogenes Bild. Kurze Videos, die die Informationen auf den Punkt bringen, finden ähnlich viele Anhänger, wie lange, strukturierte Videos. Gesprochene Inhalte haben eine ähnlich hohe Relevanz, wie bebilderte Tutorials. Dies ist genau genommen auch nicht überraschend: Es ist keine neue Erkenntnis, dass Menschen unterschiedlich lernen. Entsprechend kann eine Lernplattform auch nur dann erfolgreich sein, wenn sie möglichst viele unterschiedliche Formate anbietet.

Die Nische zwischen Schulungen, Support und Extranet – das Wissensportal

Die meisten Softwarehersteller haben ein breites Schulungsangebot – Kurse mit oder ohne Zertifikate, die beim Hersteller, beim Kunden oder auch im Internet angeboten werden.

Alle Hersteller zeichnen sich auch durch einen sehr professionellen Support aus. Dieser hilft Anwendern, Administratoren und Partnern weiter, wenn sie einmal nicht weiter wissen oder wenn sie auf einen Fehler gestoßen sind.

Und die meisten Hersteller haben ein Portal, über das sie ihre Partner und machmal auch ihre Kunden über Aktuelles informieren.

In diesem Dreieck gibt eine große freie Fläche: das Wissensportal. Anwender sind es gewohnt, Probleme zu „ergoogeln“. Sie sind sehr simple Suchwerkzeuge, schwach strukturierte Inhalte und die Selektion, sowie die Bewertung von Inhalten durch die Community gewohnt. Wie groß dieses Dreieck wird, entscheidet der Hersteller. Denkbar ist es z.B. dass es in die Schulungen hineinragt, in dem dort z.B. Schulungsmaterial zum wiederholen angeboten wird. Oder es kann Aufgaben des Supportes übernehmen, in dem Fragen im Diskussionsverlauf zu einem Tutorial geklärt werden. Und natürlich kann es auch ein Partner- oder Kundenportal ersetzen.